von Anna
Fotomarathon im Studio und on Location
Von Meerjungfrauen, Beinahe-Geishas und störrischen Schirmen
Bereits im Sommer habe ich Christina als Model und Erich als Fotografen kennengelernt. Wir haben uns auf Anhieb gut verstanden, und so gab es am letzten Wochenende einen kleinen Projekt-Marathon.
Am Freitag ging es los mit einem Shooting im Studio.
Zu uns stieß Julia, ausgebildetete Maskenbildnerin, mit ihrer vier Monate alten Begleitung. Während Julia von Christina und Tochter auf Trab gehalten wurde, konnten wir Fotografen es uns noch ein wenig gemütlich machen. Nachdem Christina einen Hauch Meerjungfrau erhalten hatte, konnte es dann losgehen. Unser Setup haben wir auf Beauty ausgelegt:
Unser Hauptlicht war ein silbern beschichteter Schirm mit dem wir Christina indirekt beleuchtet haben. So behält das Bild mehr Kontraste als wenn wir rein mit einer Softbox arbeiten. Als Aufheller an der Seite fungierte eine Octabox, und für den Glanz in den Haaren gab es ein schmales Striplight von hinten.
Nachdem ich meinen Teil der Fotos geschossen hatte, wollte ich eigentlich Making-Of Fotos von den anderen beiden machen. Also ISO hoch(3200), lichtstarkes Objektiv (85/1:1.8) drauf: es war, nur mit Eintselllicht, natürlich ziemlich dunkel.
Im Endeffekt habe ich dann doch vor allem das Model fotografiert, und trotz der sehr dunklen Lichtverhältnisse sind die Fotos sehr schön geworden.

Am Sonntag ging es weiter, diesesmal unter dem Thema Japan, denn Erich besitzt einen Kimono. Als die beiden hörten, dass ich rudimentär weiß wie ein Kimono getragen wird, waren sie Feuer und Flamme. Ich habe also Samstags nicht nur unter der Neuinstallation meines PCs geschwitzt, sondern auch darunter, nochmal genau auswendig zu lernen wie man einen Kimono/Yukata trägt, und wie man einen Obi bindet.
Ich habe mich für eine Cho Cho (Schmetterlings) Bindundung entschieden, denn diese erfordert keine weiteren Hilfsmittel außer dem Obi-ita (einer Art Grundlage unter dem eigentlichen Obi, das die Zone etwas “steifer” macht).
Angekommen im Japanischen Garten haben wir uns auf einer Parkbank breit gemacht, so dass ich Christina in Schale schmeißen konnte. Der Kimono war natürlich viel zu kurz (möglicherweise war es sogar ein Kurzkimono). Ursprünglich war der Plan, nur Halbportraits zu schießen, aber in Anbetracht der Tatsache, dass Christinas Unterklamotte eigentlich ganz gut passte, und sie natürlich sowieso nicht komplett traditionell gekleidet, geschminkt und frisiert war, haben wir das Ganze einfach als westliche Interpretation genutzt.
Der japanische Garten bot viele tolle Locations und Christina hat keine Mühen und nasse Füße gescheut sich für uns in Pose zu werfen.

(unser Schirm war leider nicht immer so kooperativ und klappte sich gerne zu…)
Eigentlich war das Shooting für diesen Tag gelaufen, aber wir konnten nicht wiederstehen den modernen Gebäuden in der Nähe einen kleinen Besuch abzustatten. Viel Glas und gerade Linien machen einfach viel Spaß und wecken jedes Mal die Liebe für Weitwinkel in mir.
Alles in allem zwei tolle Tage, die Festplatte ein Stück voller, und um einige Erfahrungen mit wiederspenstigen Schirmen und Obis reicher!




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Kommentare
Liebe Anna,
das hast du wunderschön beschrieben…es waren auch zwei unvergeßliche Tage…
Tolle Ergebnisse zeigst du hier…
Ich denke ,wir sollten das mal bald wiederholen.
Danke dir.
Ganz liebe Grüße
Erich